Infos für Einsteiger

Ein Einstieg in das RC Modellsegeln ist mit der Micro Magic relativ einfach und ohne unüberwindbare Schwierigkeiten möglich.

Aber für Jemand, der bislang nichts mit „Modellbau / ferngesteuertem Segeln“ am Hut hatte, werden sich (wie immer bei neuen Projekten) diverse Fragen ergeben. Diese mögen recht zahlreich erscheinen: Bootstyp, Bootstechnik, Fernsteuerung, Akkus, Segel und Segeltrimm, Segelregeln, Regattaregeln etc.
Aber das kann man ja durchaus als Reiz der Sache betrachten – und hier ein erster Überblick:

Grundsätzlich gilt: Man sollte vor den ersten Arbeitsschritten auf unserer Webseite und im Forum nach zahlreich verfügbaren Informationen stöbern – und natürlich die beiliegende Anleitung konsultieren. Dann sollte es mit Montage und Segelspaß klappen.

Einstiegsmöglichkeiten:

1. Fertigboot
Als „Neuling“ wird man auf diese Weise relativ zügig zu einem segelfertigen Boot kommen – allerdings nicht in der oft propagierten kurzen Zeit.

Man kauft sich die Micro Magic RFH, ob nun im Modellbaufachhandel oder Online. Diese kommt vormontiert, mit zwei Servos sowie einem Graupner/SJ gr12 HoTT Empfänger. Man muss dann noch einen zum HoTT-Empfänger passenden Sender kaufen. Das sind Sender vom Typ Graupner/SJ, z. B. MX10-HoTT, MX12-HoTT o. ä. Oder man verwendet den gekauften Empfänger nicht und nutzt ein anderes Fernsteuerungssystem. Das ist problemlos möglich.

Nach dem Kauf steht lediglich die Endmontage des Bootes an. Das ist eine auch für „Neulinge“ zu bewältigende Aufgabenstellung.

2. Bausatz
Nicht nur, wenn man schon mal ein Modellboot aus Bauteilen aufgebaut hat, kann auf diesem Weg zu einer MM kommen. Ein absoluter Modellbau – Neuling sollte sich dies aber gründlich überlegen. Man kauft einen Bausatz (entweder rMM Best-Nr. 2014.V2 oder ce-rMM Best-Nr.2014.CV2). Zusätzlich benötigt man noch:

– Fernsteuerung 2,4 GHz. Die gibt es meist als Set aus Sender und Empfänger, oft mit einfachem Standardservo.
– Eine MM braucht mindestens zwei Servos, eins für die Ruderverstellung, eins für die Segelverstellung.
Das Ruderservo sollte ein kleines Micro-Servos aus der 8-10g Klasse sein.
Das Servo für die Segelverstellung darf kräftiger und robuster sein (Drehmoment ab ca. 35 Ncm aufwärts, Metallgetriebe), solche gibt es als Mini-Servos mit ca. 20g, für den Anfang darf es aber auch universeller/stabiler sein mit der Midi-Größe um 30g bzw. der Standardgröße um 40-50g (wie solche aus den Sets).
Für die mögliche Fockschottrimmung kann man ein Servo der Micro-Größe vorsehen, dies ist aber nur eine Ausbauoption und nicht zwingend.
– Einen Satz Energiespeicher: Für die Stromversorgung von Empfänger und Sender macht der Hersteller Vorgaben, nach denen man sich aus dem reichhaltigen Angebot das Passende aussucht. An ein passendes Ladegerät denken …
– Klebstoff(e) (Sekundenkleber dünnflüssig, Stabilit express)
– Soweit nicht vorhanden, etwas Werkzeug: z.B. kleiner Satz Kreuzschlitz-Schraubendreher, Cuttermesser, kleine Flachzange, eine kleine Bügelsäge / Laubsäge mit Metallsägeblatt, einen Schleifklotz und Schleifpapier (Körnung 180, 360 und 500), eine dünne Rundfeile und eine Flachfeile, ein paar Bohrer 1-1,5-2-3-4 mm, Klebeband und ggfs. Lacke.

Den Bausatzinhalt auf Vollständigkeit prüfen – fehlen Teile, kann man die beim Händler/Graupner unter Angabe der jeweiligen Teilenummer nachfordern.
Zuhause kann das Modell durchaus auf einem kleinen Tisch gebaut werden, das geht auch im Wohnzimmer, denn es fällt nicht viel „Bastelstaub“ an.
Es wird so ca. eine Woche dauern, wenn man das Modell an einigen Abenden zusammenbaut. Manche schaffen es konzentriert und mit Erfahrung auch innerhalb von ein bis zwei Tagen. Für eine Lackierung muss man allerdings Trockenzeiten einplanen.

3. Gebrauchtboot
Dazu kann im Forum die Rubrik Suchen-Bieten helfen, oder das bekannte Online-Auktionshaus und ähnliche Portale. Allerdings ist die Zahl der angebotenen Boote rückläufig.
Es gelten die üblichen Hinweise, was so alles bei einem Erwerb von Gebrauchtartikeln zu beachten ist – aber in der ersten Begeisterung oft vergessen/verdrängt wird…

Die Micro Magic wird aufgrund der relativ geringen Anschaffungskosten oft spontan gekauft. Und so gibt es schonmal Boote, die u. U. nicht so ganz perfekt erstellt sind. Nicht alle möglichen Baufehler sind dabei auf Fotos zu erkennen, z. B. eine unzureichend verklebte Kieltasche, die undicht ist. Daher etwas aufpassen, eine u. U. attraktive farbliche Gestaltung kann über so manchen Baufehler hinwegtäuschen. Auch können eingebaute RC – Komponenten durch unsachgemäßen Gebrauch vorgeschädigt oder überaltert sein. Es ist zwar vieles meist reparierbar, aber manche Fehler nur sehr schwer – dazu der Ärger / Enttäuschung.

Die Variante Gebrauchtboot kann also ein guter Weg sein, man sollte diesen aufmerksam angehen – und am besten vor einem Kauf das Objekt der Begierde persönlich in Augenschein nehmen.

4. Vom Fachmann gebautes Boot
Man kann sich auch eine MM zusammenbauen lassen. Quasi eine RFH, die nur eben vom Spezialisten im Auftrag mittels eines Bausatzes nach individuellen Wünschen zusammengebaut wird.
Diese Möglichkeit muss man aber suchen, denn es gibt nur wenige offizielle / kommerzielle Händler / Bezugsmöglichkeiten.

Zuletzt:
Jeder Bootsbauer ist eingeladen, sich im Forum zu registrieren und dort seine Fragen zu stellen, die sich ihm nach dem Einstieg auftun.

(Ursprungstext T. Dreyer, Überarbeitung M. Clemens)

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